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Titicacasee zwischen Sonne und Mond

Reisebericht Titicacasee, Bolivien


Das GPS der Canon zeigt 3.833 Meter über dem Meeresspiegel an. Ganz ehrlich, ein bisschen frage ich mich ja schon, wie das ganze Wasser hier wohl hoch gekommen ist und ob es dafür auch so schnaufen musste? Die Höhe merkt man anfangs wirklich enorm. Spaziergänge in den dritten Stock werden zu Kletterpartien. Man schnauft, als wäre man eben um zehn Jahre gealtert. Wie gelegen kommt da eine lustige Bootsfahrt über den zweitgrößten See Südamerikas. Wir sind auf dem bolivianischen Teil des Titicacasees in Copacabana, nicht zu verwechseln mit dem berühmten Strand mit den knappen Bikinis. Copacabana ist ländlich und liegt idyllisch, wie ein Alpendorf, zwischen Bergen und See.



Das Boot braust über den Titicacasee, dass einem selbst Drei-Wetter-Taft die Friseur nicht mehr retten kann. Schilfboote kreuzen unsere Route und Fischer ziehen das Mittagessen an Land. Erster Stopp ist die Sonneninsel. Also wenn eine Insel schon so heißt, dann erzeugt das eine gewisse Erwartungshaltung. Im Vergleich zum Big Apple, gibt es hier wirklich Sonne. Diese strahlt für uns, als ob es kein Morgen gibt und wir verkriechen uns vorsichtshalber schon mal unter einen Sonnenschirm. Zum Mittagessen gibt es Lachsforelle, frisch aus dem See und Wassermelone zum Nachtisch.
Zum Glück ist die Mondinsel nicht so erpicht, ihren Namen in die Tat umzusetzen und wir können sie bei Tageslicht besuchen. Beide Inseln haben etwas gemein, man kann sich wundervoll in der grünen Natur erholen. Zwischen Quinoafeldern und Lehmhütten schein die Welt stehen geblieben zu sein. Kein Handygebimmel, keine röhrenden Autos, nur das klicken der Fotoapparate durchbricht die Stille. Der Titicacasee bietet noch eine Attraktion, eine schwimmende Schilfinsel. Diese ist geräumiger als gedacht, nur der Geruch von verfaultem modrigem Schilf, schreckt uns noch ab, unser nächstes Feriendomizil dort zu errichten. Unglaublich, dass man auf Lagen von Schilf kleine Häuser errichten kann.
Alles in allem muss ich gestehen, dass der Titicacasee wirklich eine Reise wert ist. Ich dachte, dass er gegen Sehenswürdigkeiten, wie Machu Picchu oder Metropolen, wie Lima etwas ins Hintertreffen geraten könnte, aber weit gefehlt. Die Altiplano Hochebene der Anden ist ein ganz eigener spannender Lebensraum, der durch seine einmalige Natur und freundliche Kultur zu beeindrucken weiß.



Reisebericht | Titicacasee | Altiplano | Sonneninsel | Copacabana | Anden


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