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Regenjacke statt Bikini

Reisebericht Rio de Janeiro, Brasilien


Was haben wir uns auf Rio de Janeiro gefreut, der Höhepunkt unsere Südamerika Rundreise sollte es werden. Die Copacabana, knappe Bikinihöschen, Caipirinhas in der Sonne, Samba auf den Straßen, ein krönender Abschluss einer abwechslungsreichen Tour. Stattdessen verwehren dichte Regenwolken den Blick auf die Wahrzeichen Zuckerhut und Corcovado. Menschen eilen hastig durch die Straßen, Regenjacken verdecken Bikinihöschen und an der Copacabana herrscht Badeverbot. Zu Recht, zwei Meter hohe Wellen donnern an den breiten Sandstrand, der den schäumenden Atlantik von den luxuriösen Hotels an der Promenade trennt. Wir lassen uns die Stimmung nicht vermiesen und erkunden in der Zwischenzeit die lokalen Köstlichkeiten. Churrasco, über Holzkohle gegrillte Fleischspieße. Eine bunte Vielfalt, durch die Viehwirtschaft des Landes. Variationen mit Rind, Lamm, Schwein, Pute, Huhn und Würstchen werden von den aufmerksamen Kellnern direkt am Tisch auf den Teller geschnitten. All you can Eat versteht sich und das wird hier gern wörtlich genommen. Wir lassen die Beilagen weg, nur um jeden Spieß wenigstens probiert zu haben. Südamerika macht uns zu regelrechten Fleischvernichtern. Von gegrilltem Meerschwein und Alpaca in Peru, über Angus Steak in Buenos Aires, zu den unendlichen Weiten der Fleischkombinationen in Brasilien. Wir geloben Fleischlosigkeit nach dem Urlaub und hauen kräftig rein.



Am nächsten Tag sieht das Wetter schon besser aus. Von Sonne zwar noch keine Spur, aber wenigstens kein Regen mehr. In aller Frühe machen wir uns auf zum Zuckerhut. Wir wollen die erste Seilbahn erwischen, um dem Touristenansturm zu entkommen. Es klappt, hinter uns bilden sich bereits lange Schlangen, als wir in die erste Gondel steigen. Der Zuckerhut erinnert mich an frostige Abende auf dem Balkon, dampfende Feuerzangenbowle und dem brennenden Berg aus Zucker, der genau die gleiche Form besitzt. "Normalerweise sieht man dahinten den Corcovado", erzählt mir ein freundlicher Angestellter, der noch etwas verschlafen an seinem Kaffee nippt. Das zweite Wahrzeichen der Stadt, mit der bekannten Christus-Statue, versteckt sich in einem Schleier aus Wolken. Rio scheint von allen Seiten von Buchten und Stränden umgeben. In der einen Ecke die Copacabana und Ipanema, in der Anderen die Guanabara-Bucht, dazwischen viele kleine Strände. Kein Wunder, dass die meisten Brasilianer nur bequeme Boardshort und Flip Flops tragen.


Rio ist bunt, genauso wie die Muster der Badehosen oder die Fassaden der Favelas, die sich zusammengedrängt in die Berge schmiegen. Wir haben nicht genug Zeit um alles anzuschauen und eilen zwischen Zuckerhut und Corcovado, Copacabana und Ipanema umher. Auch wenn das Wetter nicht ganz mitspielt, so erleben wir doch, wie weltoffen und freundlich Rio sein kann.



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