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In 80 Stunden durch Europa

Reisebericht in 80 Stunden durch Europa


Europäische Metropolen sind erstaunlich Fahrradfreundlich! Bei München hatte ich wenig bedenken, die Weißwursthochburg ist so grün und idyllisch, wie ein verschlafenes Alpendorf. Radfahren in Paris? Das konnte ich mir schon weniger vorstellen und ich habe mit dem Gedanken gespielt, sicherheitshalber einen Integralhelm einzupacken.
Wir sind mit Fahrrädern von Rose und dem City Night Line Schlafwagen, auf einem Trip, in 80 Stunden durch Europa. Tagsüber durch die großen Städte radeln und abends erschöpft im City Night Line sanft in den Schlaf geschaukelt werden. München - Paris - Berlin - München.




Oktoberfestanstich in München, wir hätten uns kein besseres Wochenende für die Reise aussuchen können. Ganz München trägt Lederhosen und Dirndl. Wir natürlich auch. Gut getarnt radeln wir an der Isar entlang, durch den Englischen Garten und mitten auf die Wiesen. Dazwischen immer wieder rustikale Stärkungen mit Braten, Bier und Apfelstrudel, Radfahren macht eben Hungrig. Am Ende des Tages können wir auf eine stattliche Bilanz von 30 km zurückblicken und freuen uns, kurz vor Mitternacht in den Schlafwagen einzusteigen. Schnell unter die Dusche, dann Augen zu, Augen auf und schon mitten in Paris.

Paris hat Fahrradwege, mitten durch die ganze Stadt. Wir sind begeistert und treten ordentlich in die Pedale. Die Sehenswürdigkeiten lassen sich bequem vom Rad aus erkunden, vorbei am Louvre, dem Arc de Triomphe, dem Eiffelturm, hinauf zum Sacré-Cœur und zur Kathedrale Notre-Dame. T-Shirt Wetter Ende September, was mehr kann man sich wünschen? Richtig, französische Küche. Rotwein, Weinbergschnecken, Boeuf Bourguignon und Crème brûlée. Schnecken zu essen ist erst mal eine kleine Überwindung, doch so lecker in Knoblauch und Öl gebraten, schmecken sie tatsächlich hervorragend.

Der Nachtzug wartet bereits am Gare d l'Est und bringt uns erholt ins regnerische Berlin. Wir hängen uns an eine Gruppe "Berlin by Bike Touristen" und fahren vorbei an den Sehenswürdigkeiten rund ums Brandenburger Tor. Feiner Sprühregen tropft pausenlos vom Himmel. Mit bunten Regencapes, versuchen wir uns vor dem Wetter zu schützen. Die weitläufigen Sehenswürdigkeiten der Hauptstadt schreien geradezu, mit dem Drahtesel erkunden zu werden. Checkpoint Charly, Berliner Mauer, der Alex, alles verschwimmt in grauen Regenwolken. Doch die Stimmung ist gut, die Berliner sind zuvorkommend und total entspannt. Am Mehringdamm stärken wir uns mit sensationellem Gemüsedöner und echter Berliner Currywurst, ein Muss für jeden Touri.

Unsere 80 Stunden neigen sich langsam dem Ende zu. Die letzte Nacht im Liegewagen, das letzte Mal in den Schlaf schaukeln. Wir werden es vermissen, nicht mehr direkt im Herzen der Innenstädte aufzuwachen und sie bequem mit dem Fahrrad zu erkunden. Aber alles hat ja ein Ende, außer die Bratwurst und die holen wir uns jetzt auf dem Oktoberfest, also Pfiaddi.





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